Samstag, 28. September 2019

1871 - 1918 - Deutsches Kaiserreich




Nach der Kriminalstatistik des Kaiserreiches, die ab 1882 vorliegt, ergingen zwischen 1882 und 1918 insgesamt 1721 Todesurteile (davon vier wegen Hochverrats, der Rest wegen Mordes).[3]

26. Juni 1851: Franz Matzeder am Hagen in Straubing geköpft.

_________________________________________________________________________________

27. März 1874: Louis Krage (* 5. Juni 1851), wegen eines an einem Braunschweiger Gastwirtehepaar im Vorjahr begangenen Doppelmordes am 23. Januar 1874 zum Tode verurteilt und in Braunschweig durch Scharfrichter Friedrich Reindel hingerichtet.[4]

16. August 1878: Max Hödel, Anarchist, wegen eines Attentates auf Kaiser Wilhelm I. mit dem Handbeil hingerichtet.

April 1891:



30. September 1891: Gustav Adolf Ludwig (* 5. Dezember 1853 in Hainichen), Tuchmacher, wegen Raubmord begangen 1891 am Handwerksgesellen Emil Fritzsche, hingerichtet durch Fallbeil.[5]
_________________________________________________________________________________

16. September 1892: Wilhelm Hurrelbrink, Neubauer (* 1865) aus Dielingen, vom Schwurgericht Bielefeld am 27. Mai 1892 wegen Raubmordes zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Bielefeld mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Friedrich Reindel, Magdeburg).[6]

20. März 1894: Friedrich August Nuth, Tagelöhner aus Brakel (Kreis Höxter), vom Schwurgericht Paderborn wegen Mordes an seiner Ehefrau zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Paderborn mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Friedrich Reindel, Magdeburg).[6]

15. Juni 1895: Johann Wilhelm Schlottmann (* 1861) aus Bielefeld, vom Schwurgericht Bielefeld am 19. November 1892 wegen Mordes zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Bielefeld mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Friedrich Reindel, Magdeburg).[6]

8. Juli 1896: Johannes Schulz, Zuschneider (* 20. Mai 1852), Wilhelm Pottmann, Gärtner (* 26. November 1857), beide aus Bielefeld, vom Schwurgericht Bielefeld am 18. November 1895 wegen Mordes zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Bielefeld mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Friedrich Reindel, Magdeburg).[7]
_________________________________________________________________________________

7. Dezember 1900: Joseph Goenczi (* 2. Juli 1852 in Maros-Vásárhely, Siebenbürgen), Schuhmacher, wegen Raubmorden, begangen in Berlin im August 1897 an der Hausbesitzerin und Gipsfabrikantenwitwe Auguste Schultze, geb. Lutze, und ihrer Stieftochter Klara Schultze, die er mit einem Beil erschlug und im Keller vergrub, nach Flucht ins Ausland im September 1899 in Brasilien festgenommen, im November 1899 nach Deutschland ausgeliefert, am 7. April 1900 zum Tode verurteilt und im Hof des Strafgefängnisses Plötzensee hingerichtet.

1901: Hinrichtung von vier Zuchthausinsassen in Graudenz mit dem Handbeil.[1]
_________________________________________________________________________________

21. Februar 1902: Mathias Kneißl, Räuber, wegen zweier Morde (Verwundung von Polizisten im Schusswechsel mit Todesfolge), versuchten Totschlags sowie wegen schweren Raubes und räuberischer Erpressung zum Tode verurteilt und in Augsburg mit dem Fallbeil hingerichtet  Sein Scharfrichter war Franz Xaver Reichhart.
_________________________________________________________________________________

28. August 1902: Emma Lina Seifert geborene Taubert (* 20. November 1855 in Stünzhain), wegen Anstiftung zum Mord an ihrem Ehemann Bernhard Seifert zum Tode verurteilt und in Altenburg durch Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg mit dem Beil hingerichtet.[8]

28. August 1902: Bruno Tänzler (* 1882 in Jonaswalde), wegen Mordes an Bernhard Seifert zum Tode verurteilt und in Altenburg durch Scharfrichter Engelhardt mit dem Beil hingerichtet.[8]

28. August 1902: Johannes Niedermeier (* 1868 in Thürnthenning), wegen Anstiftung zum Mord an Bernhard Seifert zum Tode verurteilt und in Altenburg durch Scharfrichter Engelhardt mit dem Beil hingerichtet.[8]

12. November 1904: Bruno Groß (* 1876) und Fritz Stafforst (* 1879) wurden am 15. Mai 1904 wegen gemeinschaftlich begangenen Raubmordes an dem Klavierhändler Lichtenstein vom Schwurgericht Frankfurt zum Tode verurteilt und am 12. November 1904 durch das Fallbeil hingerichtet.[13]
https://de.wikipedia.org/wiki/Strafgef%C3%A4ngnis_Frankfurt-Preungesheim
_________________________________________________________________________________

2. Februar 1905: Elisabeth Wiese (* 1. Juli 1853 in Bilshausen), Kindsmörderin, vom Schwurgericht Hamburg am 10. Oktober 1904 zum Tode verurteilt und auf dem Hof des Untersuchungsgefängnisses am Holstenglacis in Hamburg mit dem Fallbeil hingerichtet.[9]

https://www.welt.de/print-wams/article120605/Tod-unterm-Fallbeil-die-Engelmacherin-von-St-Pauli.html

https://www.mopo.de/hamburg/historisch/sie-war-noch-grausiger-als-honka-elisabeth-wiese--die--engelmacherin-von-st--pauli--32587674

_________________________________________________________________________________


5. Dezember 1906: Karl Rudolf Hennig, wegen Raubmordes zum Tode verurteilt, auf dem Gefängnishof der Strafanstalt Plötzensee durch Enthaupten mit dem Beil hingerichtet.[1]

_________________________________________________________________________________

15. Januar 1907:
Die Enthauptung erfolgte am 15. Januar 1907 um 7 ½ Uhr früh. Scharfrichter Schwietz aus Breslau führte sie auf dem Hofe des Glatzer Gerichtsgefängnisses durch.
http://www.grafschaft-glatz.de/archiv/akt-0602.htm

-----------------
_________________________________________________________________________________
15. November 1907:
http://www.dorsten-transparent.de/2012/08/dorstener-schulerin-wilhelmine-bleckmann-13-jahre-wird-im-barloer-busch-erdrosselt-aufgefunden/

24. Januar 1908: Friedrich Straß, Stallknecht, wegen der Ermordung eines Rentners am 15. November 1907 zum Tode verurteilt und im Gerichtsgefängnis in Bartenstein mit dem Handbeil hingerichtet.

27. Februar 1908: Friedrich Ziegan, Arbeiter, wegen der Ermordung eines Försters am 28. September 1907 vom Schwurgericht Stettin zum Tode verurteilt und im Gerichtsgefängnis Stettin mit dem Handbeil enthauptet. Scharfrichter Lorenz Schwietz mit dem Handbeil enthauptet.
https://blog.pommerscher-greif.de/scharfrichter-pommern/

2. April 1908: Die drei Bosniaken Baic, Milor Kantar und Daniel Beslac, die des dreifachen Raubmordes am 19. Juli 1907 angeklagt wurden, wurden zum Tode verurteilt. Sie wurden durch die Guillotine hingerichtet.[10][11]

30. April 1908: Pauline Scholz, Händlerin, wegen der Ermordung des in ihrer Wohnung lebenden Arbeiters Wendelin Schäffer durch Giftbeibringung am 16. Oktober 1907 zum Tode verurteilt und im Gerichtsgefängnis in Hirschberg mit dem Handbeil hingerichtet.

23. Mai 1908: Josef Weinmann (* um 1872), Tagelöhner, wegen Ermordung seiner ehemaligen Geliebten im Hof des Landgerichtsgefängnisses in Straubing durch Franz Xaver Reichhart mit dem Fallbeil hingerichtet.
https://www.erichs-kriminalarchiv.de/1901-1920/2-seite-mit-15-faellen.html

14. Juli 1908: Gustav Theodor Pohl (* 17. Oktober 1878 in Doberwitz), Gärtner, wegen der Ermordung des Gärtners Johann Heinrich Lankau zum Tode verurteilt und in der Strafanstalt in Bremen-Oslebshausen mit dem Fallbeil hingerichtet.[12]

23. Juli 1908: Grete Beier (* 15. September 1885 in Erbisdorf), wegen der Ermordung ihres Bräutigams zum Tode verurteilt und auf dem Hof des Landgerichtes am Albertpark in Freiberg mit dem Fallbeil hingerichtet.

25. August 1909: Richard Henkel (* 3. August 1886 in Gera), Kaufmann, wegen Raubmordes, begangen am 8. Dezember 1908 in Wien an dem Juwelier Julius Frankfurter (er erschoss diesen in seinem Laden und entwendete Schmuck), am 16. Dezember 1908 beim Versuch bei Frankfurter gestohlene Schmuckstücke bei einem Berliner Pfandleiher zu verkaufen festgenommen, beim Schwurgericht bei dem Landgericht I in Berlin angeklagt, am 24. März 1909 zum Tode verurteilt und im Hof der Strafanstalt Berlin-Plötzensee durch den Scharfrichter Gröbler mit dem Fallbeil ?hingerichtet.
https://www.erichs-kriminalarchiv.de/1901-1920/2-seite-mit-15-faellen.html

24. Oktober 1912: Alex Stadtkowitz, Schneider (* 4. September 1886), Anton Stadtkowitz, Fuhrmann (* 7. Juni 1888), beide aus Gelsenkirchen, vom Schwurgericht Bielefeld am 23. April 1912 wegen Mordes zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Bielefeld mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Carl Gröpler, Magdeburg).[13]

30. Juli 1913: August Sternickel, Müllergeselle (* 11. Mai 1866 in Mschanna), wegen Mordes und Brandstiftung durch Scharfrichter Lorenz Schwietz in Frankfurt/Oder. 

23. März 1914: Karl Hopf, Kaufmann und Fechtlehrer (* 26. März 1863 in Frankfurt am Main) vom Schwurgericht Frankfurt am 17. Januar 1914 wegen mehrfachen Mordes und mehrfachen Mordversuches zum Tode verurteilt, im Hof des Königlichen Strafgefängnisses Preungesheim durch das Fallbeil am 23. März 1914 hingerichtet.[14]

19. Januar 1916: David Lucht, Arbeiter (* 12. Mai 1891) aus Oberjöllenbeck, vom Schwurgericht Bielefeld am 5. Juli 1915 wegen Mordes zum Tode verurteilt, im Hof des Gerichtsgefängnisses Bielefeld mit dem Handbeil hingerichtet (Scharfrichter Carl Gröpler, Magdeburg).[15]

27. Juli 1917: Scharfrichter Carl Gröpler, extra aus Magdeburg geholt, läßt am 27. Juli 1917 morgens punkt 7.00 Uhr auf dem Hofe des Untersuchungs­ Gefängnisses das Fallbeil auf Draheim heruntersausen. Es war für viele Jahre die letzte Hinrichtung in Hamburg.
https://www.erichs-kriminalarchiv.de/1901-1920/3-seite-mit-15-faellen.html





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen