Samstag, 28. September 2019

1933 - Deutsches Reich

1933 - Deutsches Reich 

9. Mai 1933: Ernst Reins (* 14. August 1907 in Berlin), Maurer, wegen Mordes an dem Postbeamten (Geldbriefträger) Gustav Schwan am 1. Mai 1931. Am 6. Mai 1931 auf der Flucht in Genua
festgenommen, im Dezember 1931 zum Tode verurteilt und in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee von Carl Gröpler mit dem Handbeil hingerichtet.

9. Mai 1933: Johannes Kabelitz (* 21. April 1908 in Seehof/Kreis Teltow), Händler, wegen der am

24. Januar 1931 ? erfolgten Ermordung des Fuhrunternehmers Fritz Ponick (* 9. November 1883 in Zeblin-Buplitz) (Kabelitz mietete dessen Taxi, ließ ihn aus Berlin rausfahren, erschoss ihn in der Gegend bei Ferch hinterrücks, beraubte ihn, versenkte die Leiche in einem Straßengraben und ließ den Wagen andernorts stehen) vom Schwurgericht beim Landgericht Potsdam am 9. Dezember 1931 zum Tode verurteilt und in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee von Carl Gröpler mit dem Handbeil hingerichtet (6.08 Uhr).

13. Juni 1933: Paul Rohrbach (* 15. August 1906), vor 1933 wegen Mordes an dem Taxifahrer Kurt Pohl (* 16. April 1907), begangen am 8. November 1931 in Berlin-Buchholz, zum Tode verurteilt und in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee hingerichtet.

13. Juni 1933: Hermann Wittstock (* 4. Mai 1910), vor 1933 wegen Mordes an dem Taxifahrer Kurt Pohl (* 16. April 1907), begangen am 8. November 1931 in Berlin-Buchholz, zum Tode verurteilt und in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee hingerichtet.

1. August 1933: August Lütgens, Kommunist, durch Enthaupten in Altona hingerichtet.
1. August 1933: Walter Möller, Kommunist, in Altona durch Enthaupten hingerichtet.
1. August 1933: Bruno Tesch, Kommunist, in Altona durch Enthaupten hingerichtet.
1. August 1933: Karl Wolff, Kommunist, in Altona durch Enthaupten hingerichtet.

8. August 1933: Wilhelm Gaston Volk (* 17. Dezember 1906), Schornsteinfeger, im Juli 1933 vom Hanseatischen Sondergericht zum Tode verurteilt und im Untersuchungsgefängnis Hamburg hingerichtet; erste in Hamburg unter den Nationalsozialisten hingerichtete Person.[20]

9. September 1933: Lorenz Schriefer (* 1. Juli 1911 in Neuses-Poxstall bei Ebermannstadt), Dienstknecht, hatte in der Nacht vom 21. zum 22. Mai 1933 in dem Dorf Gaiganz im Bezirksamt Forchheim den 26-jährigen Josef Wiesheier, auf den er wegen eines Mädchens eifersüchtig war, erdrosselt und anschließend in den Dorfweiher geworfen. Da Wiesheier NSDAP-Anhänger und SA-Mitglied war, während Schriefer in der BVP-nahen Bayernwacht aktiv war, fand der Vorfall große Aufmerksamkeit. Schriefer wurde am 27. Juli 1933 vom Schwurgericht beim Landgericht Bamberg wegen eines Verbrechens des Mordes in Tatmehrheit mit einem fortgesetzten Vergehen der gefährlichen Körperverletzung zum Tode und zur Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Eine Revision wurde vom Reichsgericht am 19. August 1933 verworfen; ein Begnadigungsgesuch wurde am 30. August 1933 von Franz von Epp abgelehnt. Das Urteil wurde am
9. September 1933: im Zuchthaus Ebrach von Johann Reichhart vollstreckt; sein Leichnam wurde in das anatomische Institut der Universität Würzburg gebracht. Das Urteil wurde nach 1945 nicht revidiert.[21]

12. September 1933: Christiane Lies, Landwirtsfrau, wegen des gemeinschaftlich mit ihrem Sohn Walter an ihrem Ehemann, dem Landwirt Otto Lies begangenen Mordes am 16. Dezember 1932 vom Schwurgericht Torgau zum Tode verurteilt und im Hof des Landgerichtsgefängnisses vom Magdeburgischen Scharfrichter durch Enthaupten hingerichtet.[22]

12. September 1933: Walter Lies, landwirtschaftlicher Arbeiter, zusammen mit seiner Mutter Christiane Lies wegen gemeinschaftlichen Mordes an seinem Vater, dem Landwirt Otto Lies, am 16. Dezember 1932 vom Schwurgericht Torgau zum Tode verurteilt und vom Magdeburger Scharfrichter im Hof des Landgerichtsgefängnisses durch Enthaupten hingerichtet.[22]

23. Oktober: Robert Grötzinger (*2. Februar 1912 Neckarvaihingen) Vergehen unbekannt[23]

28. November 1933: Kurt Gerber (* 1909/1910), Maler, Mitglied des Reichsbanners, vom Breslauer Sondergericht in einem ungewöhnlichen Fall von Schnelljustiz am 31. Oktober 1933 zum Tode verurteilt, nachdem er am 25. Oktober 1933 den SA-Mann Doktor mit einem Messer tödlich verwundet hatte, dann ohne Berufungsmöglichkeit im November durch Enthaupten hingerichtet.
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30. November 1933: Josef Engel (* 1905), Fensterputzer, Kommunist, Mitglied des Rotfrontkämpferbundes, wegen der angeblichen Beteiligung an der am 24. Februar 1933 erfolgten Ermordung der SA-Leute Winand Winterberg und Walter Spangenberg am 22. Juli 1933 vom Kölner Schwurgericht zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz mit dem Handbeil hingerichtet.[24]

30. November 1933: Hermann Hamacher (* 1911), Arbeiter, Kommunist, wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung von SA-Leuten im Februar 1933 am 22. Juli 1933 vom Kölner Schwurgericht zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz in Köln mit dem Handbeil hingerichtet.[25]

30. November 1933: Heinrich Horsch (* 1908), Arbeiter, Kommunist, am 22. Juli 1933 wegen der angeblichen Beteiligung an der am 24. Februar 1933 erfolgten Ermordung der SA-Leute Winand Winterberg und Walter Spangenberg vom Kölner Schwurgericht am 22. Juli 1933 zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz in Köln mit dem Handbeil hingerichtet.[26]

30. November 1933: Mathias Joseph Moritz, Kommunist, wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung von SA-Leuten im Februar 1933 am 22. Juli 1933 vom Kölner Schwurgericht zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz in Köln mit dem Handbeil hingerichtet.[27]

30. November 1933: Otto Wäser (* 1912), Arbeiter, Kommunist, wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung von SA-Leuten im Februar 1933 am 22. Juli 1933 vom Kölner Schwurgericht zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz in Köln mit dem Handbeil hingerichtet.[28]

30. November 1933: Bernhard Willms (* 1908), Arbeiter, Kommunist, wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung von SA-Leuten im Februar 1933 am 22. Juli 1933 vom Kölner Schwurgericht zum Tode verurteilt und im Gefängnis Klingelpütz mit dem Handbeil hingerichtet.[29]

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