https://de.wikipedia.org/wiki/Landgericht_Stuttgart#/media/File:Stuttgart,_Landgericht,_04.jpg
Die Stuttgarter Hinrichtungsstätte gehörte neben München und Hamburg zu den größten ihrer Art. Alle drei bis vier Wochen reiste der Scharfrichter Johann Reichhart an, zu dessen Zuständigkeit die zentrale Hinrichtungsstätte Stuttgart gehörte. Ab März 1942 bis September 1944 wurden zu diesen Terminen 20 Todesurteile vollstreckt, am 1. Juni 1943 sogar 34. Die in dem sogenannten „Untersuchungsgefängnis Stuttgart“ untergebrachten Häftlinge wurden im Dreiminutentakt zwischen fünf und sieben Uhr morgens mit dem Fallbeil enthauptet. Wenn die Mitarbeiter zum Dienst antraten, war alles wieder weggeräumt.
Die Leichname der Getöteten wurden in die anatomischen Institute der Universität Tübingen und der Universität Heidelberg verbracht und den Medizinstudenten zu „Übungszwecken“ überlassen. In Tübingen wurden die Überreste der Leichen in dem Gräberfeld Xauf dem Stadtfriedhof vergraben.[11]
Stuttgart Oberlandesgericht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Sturzbeil während der Bombardierung des Landgerichts Stuttgart im September 1944 war. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort ist unbekannt.


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