Montag, 29. Januar 2018

07 - Köln-Klingelpütz - Strafgefängnis






















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Der Klingelpütz war bis zu seinem Abriss im Jahr 1966 Standort des Kölner Gefängnisses. Hier unterhielt die Wehrmacht während der NS-Zeit einen Flügel als Haftstätte. Der Klingelpütz war für die Wehrmacht die zentrale Hinrichtungsstätte im Rheinland, hier fanden Erschießungen und Enthauptungen statt. Alleine in den Jahren 1943 und 1944 wurden im Klingelpütz 58 Soldaten durch die Guillotine getötet. Am historischen Standort der Hinrichtungen befindet sich heute ein Spielplatz.

Der Klingelpütz war auch Ort der Hinrichtungen von Gestapoopfern und Verurteilten der Sondergerichte. Hieran erinnert seit dem 1. September 1979 ein Gedenkstein. Die Inschrift lautet: „Hier wurden von 1933-1945 über tausend von der nationalsozialistischen Willkürjustiz unschuldig zum Tod Verurteilte hingerichtet."

In unmittelbarer Nähe des Klingelpütz befindet sich das Denkmal am Hansaring; es ist das älteste Denkmal in Köln, das den NS-Opfern gewidmet ist. Die Tafel wurde 1945 noch unter amerikanischer Besatzung aufgestellt (es gibt Filmaufnahmen von der Einweihung). Der Hansaplatz ist traditionell der Ort von Gedenkfeiern zum 8. Mai 1945, die Verfolgtenorganisationen (v.a. die VVN) ausrichten.
Die Bronzeplastik „Mutter mit ihrem toten Kind" des niederländischen Bildhauers Mari Andriessen wurde 1958 eingeweiht.

Die Tafel trägt die Inschrift: „Hier ruhen sieben Opfer der Gestapo. / Dieses Mal erinnere an Deutschlands schandvollste Zeit / 1933-1945". Sie bezieht sich auf die sieben ausländischen Opfer (eine Frau und sechs Männer), deren Leichen am 25. Mai 1945 auf dem Gelände des Klingelpütz geborgen wurden.

1 Kommentar:

  1. Die Hinrichtungen wurden zu Anfang mit dem Handbeil, ab 1934 mit einer Guillotine durchgeführt

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